Schulfrieden oder Pyrrhus-Sieg in Hamburg?

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Marco Polo Berlin kostenlos

Sie planen eine Klassen- oder Kursfahrt nach Berlin? Wie schön. Und Sie haben ein iPad? Glückwunsch. Das ergibt zusammen die ideale Reisevorbereitung mit dem multimedialen Marco Polo Reiseführer exklusiv für iPad. Für einen vorübergehenden Zeitraum können Sie diese App sogar kostenlos erwerben.

Noch bis Ende August bietet Marco Polo seinen hochgelobten Reiseführer gratis für iPad an. Danach wird die Anwendung rund 10 EUR kosten. Doch auch dann scheint sich die Anschaffung zu lohnen, wenn man den Rezensionen der bisherigen Benutzer glauben darf. Und wer noch kein iPad hat, sollte das gleich ab 499,- EUR dazu bestellen

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dinovis

Netbooks, Tablets oder: welcher iPad passt zu mir?

Seit einigen Wochen sind auch in Deutschland iPads zu haben. Jeder, der sich einem dieser "magischen" Geräte bereits einmal für ein paar Minuten nähern konnte, dürfte inzwischen seinem "Zauber" erlegen sein. Da es jedoch sechs verschiedene Ausführungen gibt, ist die Auswahl nicht so leicht. Worauf sollte man beim Kauf also achten? 
 
Wie immer ist die Grundentscheidung natürlich zuerst zu treffen, ob man ein derartiges Gerät überhaupt kaufen möchte. Oder anders ausgedrückt: für wen gibt es das iPad überhaupt? Wenn Sie bereits einen Desktoprechner (Mac oder PC) besitzen und ein "vollwertiges" Notebook im Grunde überdimensioniert wäre, ist ein Tablet oder Netbook möglicherweise eine sinnvolle Anschaffung. 

Der Markt für Netbooks ist jedoch unübersichtlich, und ständig erscheinen neue Geräte. Viele von diesen Computerzwergen kranken daran, dass sie weder "richtiger PC", noch "richtiges Notebook" sind und daher kaum etwas zurfriedenstellend lösen können. Der iPad verspricht hingegen, neue Wege im digitalen Alltag zu beschreiten und eine eigene, mobile Gerätekategorie geschaffen zu haben, die die Lücke zwischen den anderen Geräten schließen soll. Wer also privat oder dienstlich auf digitale Daten und das Internet angewiesen ist, in überschaubarem Ausmaß Texte und Dokumente bearbeiten und lesen möchte, dürfte bei einem iPad richtig liegen. Haptisch einem Buch nachempfunden, erlaubt ein iPad das Stöbern und Blättern wie in einem Hochglanzmagazin, und auch elektronische Bücher können erstmals im Stile "richtiger" Bücher gelesen werden und müssen nicht länger unergonomisch "gescrollt" werden. 

Sofern Sie also ein iPad kaufen möchten, sind ein paar weitere Grundsatzentscheidungen zu fällen. Die Preisspanne reicht von 499 bis 799 EUR, ein Bildungsrabatt für Schüler, Studenten und Lehrer wird vorerst nicht angeboten. Hinzu zu rechnen ist evtl. eine Garantieverlängerung (Apple Protection Plan), die mit 99 EUR zu Buche schlägt, und die für mobile Endgeräte grundsätzlich zu empfehlen ist, da diese i.d.R. höheren Belastungen ausgesetzt sind als stationäre Schreibtischrechner. 

Die entscheidende Frage lautet schließlich, wie viel Internet dabei sein muss und ob Sie im allgemeinen Zugang zu einem WLAN (Funknetzwerk) haben oder auf einen UMTS-Zugang angewiesen sind. Wer in der Schule oder privat auf ein WLAN zurückgreifen kann, dürfte mit dem iPad WiFi ab 499 EUR zufrieden sein, wer hingegen viel außer Haus ist und keine anderen Internetzugänge (evtl. auch per iPhone) anzapfen kann, sollte jeweils 100 EUR mehr ausgeben, um einen iPad 3G mit Mini-SIM-Slot zu erwerben. Zu bedenken ist jedoch, dass zur Nutzung eines UMTS-Internetzugangs zusätzliche monatliche Kosten (etwa über Blau.de oder ALDI Talk) im Bereich von 4,90 bis ca. 20 EUR entstehen können. Sollte man nach dem Kauf feststellen, doch einen UMTS-Zugang für das iPad nutzen zu wollen, besteht die Möglichkeit, diesen über einen mobilen WLAN- oder sog. "Mifi"-Router, wie den Huawei E5 zusätzlich bereit zu stellen. Kostenpunkt des Huawei E5 momentan (etwa bei Cyberport): ca. 150 EUR, bei eBay sogar noch darunter. 

Ist also die Wahl der Gerätekategorie - iPad WiFi oder iPad 3G - getroffen, bleibt die abschließende Frage, wie viel Speicherkapazität Sie benötigen. Die "kleinsten" iPads verfügen über magere 16GB Flash-Speicher, d.h. also etwa so viel wie auf einem großen USB-Stick. Durch multimediale Dateien und sog. Apps, d.h. Programme, die für den iPad geladen werden können, sind 16 GB sehr schnell verbraucht. Allerdings kann man Daten und Apps an iPad, iPhone und iPod Touch jederzeit sehr schnell über iTunes am Schreibtischrechner installieren und deinstallieren und somit den iPad als flexibles, "digitales Beiboot" verwenden, auf dem wirklich nur das Platz findet, was man jeweils dabei haben will oder muss. Sinnvoll sind dennoch 32GB (599 EUR oder 699 EUR), maximal möglich sind momentan 64GB (699 oder 799 EUR).

Ein Hinweis zum Schluss sei noch gestattet: obwohl der iPad ein enger Verwandter des Mac ist und über ein ähnliches, UNIX-artiges Betriebssystem (momentan iOS 4) gesteuert wird, ist es doch eine andere Gerätekategorie. Programme, die Sie bereits für Mac oder PC erworben haben, können Sie am iPad nicht verwenden. Apps für iPhone sind hingegen i.d.R. kompatibel. Wer also lediglich eine Miniaturausgabe seines Schreibtischrechners sucht, sollte daher lieber über ein MacBook ab ca. 800 EUR oder sogar ein Netbook im Bereich von ca. 300-400 EUR auf Windows- oder Linux-Basis nachdenken. 






 

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iOS 4 verfügbar

Das auf der WWDC 2010 angekündigte neue iPhone OS in der Version 4 ist heute fristgerecht zur Verfügung gestellt worden und ist über iTunes abrufbar. Was bringt es, und wer braucht es? 
 
Wer ab sofort seinen iPod Touch (ab 2G), sein iPhone 3G oder iPhone 3GS über iTunes synchronisiert, wird mit der Information begrüßt, es stehe ein neues (kostenfreies) Update bereit: iOS 4. Die erfreuliche Aussicht: die Apple-Server sind NICHT überlastet, und das gesamte Update erfordert nicht mehr als 15-20 Minuten vom Download bis zum Neustart des iPhone. 

Der erste positive Eindruck des iOS4 ist das frische, neuartige Layout mit dem an Mac OS X erinnernden transparent-dreidimensionalen Dock. Die Reaktionsgeschwindigkeit der einzelnen Apps und des Systems insgesamt scheint (subjektiv) schneller geworden zu sein. 

Die größten sichtbaren Veränderungen zeigt die Anwendung Mail, die eine komplett veränderte Ordnungsstruktur erhalten hat. Dadurch ist eine deutlich verbesserte Übersicht erzielt worden. Auch Safari hat eine Rundum-Erneuerung erfahren und kommt jetzt in der neusten Version 5 daher und kann offenbar u.a. Videos in HTML5 darstellen. 

Und natürlich kann man sich als Anwender die Erleichterung nicht verkneifen, dass alle Apps nach wie vor problemlos funktionieren, und das jetzt sogar - Frank Schirrmachers Verdikt "Multitasking ist Körperverletzung" zum Trotz - mit der Möglichkeit, mehrere Programme parallel auszuführen. 

Wer sollte iOS 4 nun tatsächlich laden? Gegenfrage: wer sollte es nicht laden? Da es kostenlos ist, tadellos funktioniert und obendrein etliche Verbesserungen mit sich bringt, spricht nichts gegen die Aktualisierung. 





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Web 3.0: Flash oder HTML5?

Adobe Flash oder Apples HTML5? Spitzfindiger Kleinkrieg zweier konkurrierender Computerfirmen oder tatsächlich wegweisende Entscheidung im Hinblick auf die Zukunft des Internets? Was manchen bislang vor allem als Abwehrschlacht Apples gegen Adobe Flash gilt, ist in Wahrheit eine durchaus ernst zu nehmende Frage um die Qualität des Internets und neuer Webstandards. Einig sind sich alle darin, dass das Internet multimedial sein soll, gestritten wird jedoch um die besten Wege dorthin. 

Seit kurzem dokumentiert Apple auf einer eigens eingerichteten Webseite die Möglichkeiten und Vorzüge des plugin-freien Webstandards HTML5. Im Gegensatz zu Adobe Flash, einer Multimedia-Browser-Erweiterung, die in der Regel nachträglich installiert werden muss, funktioniert HTML5 ohne weitere Zusatzprogramme, sofern man die jeweils aktuellste Browsergeneration verwendet. Der Hauptkritik Apples gegen Flash ist, dass das Plugin sehr resourcenhungrig sei und die Surfgeschwindigkeit und Stabilität des Browsers userseitig deutlich mindere. Tatsächlich liegt die CPU-Belastung bei der Betrachtung mancher Flashinhalte häufig genug weit über 50%. Die Folge: der Browser "friert" ein und reagiert nicht mehr auf Eingaben. Hier soll HTML5 Abhilfe schaffen.

Die von Apple vorgestellten Verwendungsbeispiele zeigen neben einer Videoeinbettung (wie etwa bekannt von Videoportalen wie YouTube)  weitere ausgesprochen komplexe Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. 360°-Panaromen, wie sie bei Produktvorstellungen hin und wieder zu sehen sind. Außerdem möglich sind ästhetisch ansprechende Bildergallerien oder Audiovorführungen (Podcasting) - und das alles ohne Plugins. Aktuell scheinen die Beispiele aber nur für Safari zu funktionieren. Schließlich ist HTML5 noch nicht als Standard implementiert. 

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Verkaufsstart des iPad

Der lang ersehnte Verkaufsstart des iPad ist da. Laut Auskunft der diversen Mac-Webportale ist die Produktverfügbarkeit i.W. gesichert, und trotz zunächst langer Warteschlangen konnten viele Interessenten in Deutschlands Großstädten (Hamburg, München) "ihren" iPad ergattern. Die Verfügbarkeit des iPad im Apple Online-Verkauf ist inzwischen gesichert: als Liefertermin wird ein Zeitraum von "7-10 Liefertagen" genannt. 

Bildungsrabatte (Edu-Preise) sind bislang erstaunlicherweise nicht vorgesehen, so dass das günstigste Einstiegsmodell (WiFi, 16GB) auch für Schüler, Studenten und Lehrkräfte 499 EUR kostet. Das Highend-Modell (3G, 64GB) schlägt mit 799 EUR zu Buche.  

In welchem Umfang das iPad z.B. ein Notebook ersetzen kann, ist nach wie vor umstritten, da es kaum Erweiterungsmöglichkeiten bietet, keine klassischen PC-Schnittstellen (USB, Firewire) hat, im Austausch von Daten und Dateien gewissen Einschränkungen unterliegt und ohne Tastatur und Maus natürlich auch in der Bedienung eine Umstellung bedeutet. Im Gegenzug gilt die Bedienung als extrem einfach und intuitiv, die Bildschirmqualität soll besonders in geschlossenen Räumen exzellent sein, und das Softwareangebot mit Titeln aus dem iTunes Store ist bereits durchaus zufriedenstellend. 

Da es sich beim iPad letztlich um eine neue Geräteklasse - am ehesten vielleicht eine Art Hybrid aus Netbook und iPod Touch - handelt, ist die Frage, in welchem Umfang das iPad vorhandene Geräte überflüssig macht, momentan kaum zu beantworten. Bereits jetzt ist allerdings im US-Markt ein dramatischer Rückgang der Verkaufszahlen bei herkömmlichen Netbooks zu verzeichnen, so dass der Schluss naheliegt, das iPad könnte am ehesten dieser Geräteklasse "gefährlich" werden. 

Update: Auch bei Lehrerzimmer.org kommt seit dem 28.05. ein "iPad" zum Einsatz (s. Foto). Unser iPad verbraucht allerdings keinen Strom und ist im Anschaffungspreis auch deutlich niedriger als das "Original"! 

Der low-budget iPad

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Spendenaufruf: Wir wollen lernen

Die Schulpolitik in Hamburg steht auf der Kippe, und eine Allparteienallianz ignoriert den erkennbaren Willen der Bevölkerungsmehrheit. Darüber hinaus ist nicht empirisch gesichert, dass die in Hamburg eingeschlagene Marschrichtung den Schülerinnen und Schülern des Landes nutzen wird. Im Gegenteil. Lehrerzimmer.org unterstützt deshalb die Initiative Wir wollen lernen

Die Initiative schreibt selbst auf ihrer Webseite:
"Beim Volksbegehren im November 2009 haben 184.500 Hamburgerinnen und Hamburger gegen die Primarschulpläne von Schwarz-Grün unterschrieben - drei mal mehr als erforderlich!
 
Die Politiker in der Bürgerschaft und im Senat interessiert das nicht. Im Gegenteil: Mit einem "Primarschul-Pakt" (Hamburger Abendblatt) haben sich die in der Bürgerschaft vertretenen Parteien CDU, LINKE, GAL und SPD gegen uns Hamburger Eltern verbündet und sich darauf geeinigt, die sechsjährige Primarschule als Zwangsmodell bis spätestens 2012 flächendeckend in Hamburg einzuführen. Nicht mit uns!
 
Wir haben deshalb am Donnerstag, den 18. März 2010, den Antrag auf Durchführung des Volksentscheids gestellt. Das Landeswahlamt wird dann Anfang Juni 2010 die vollständigen Briefwahlunterlagen (!) an alle Hamburger Wahlberechtigten versenden und außerdem 18. Juli 2010 den Volksentscheid durch Öffnung von Wahllokalen durchführen. 
 
Aber wir sind eine Elterninitiative und verfügen nicht über die Mittel, die von der Schulbehörde (die bereits 200.000 EUR als Agentur-Honorar für eine Kommunikationskampagne ausgeschrieben hat) und von den Parteien CDU, GAL und LINKE in den kommenden Monaten dafür ausgegeben werden, um einen  "Wahlkampf" gegen die Hamburger Eltern zu betreiben. Deshalb bitten wir Sie:
Unterstützen* auch Sie den Volksentscheid gegen die Primarschul-Pläne! 5, 10, 50, 100, 1.000 ... - jeder Euro hilft!
 
Überweisung bitte an: Initiative 'Wir wollen lernen'
 
Konto 1280 310 689 
 
Hamburger Sparkasse (BLZ 200 505 50)"

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Wann kommt der "Rettungsschirm" für Bildung?

Je größer die Krisen, desto spendabler scheinen dieser Tage die Regierenden bei der Zusage von finanziellen Bürgschaften und sog. "Rettungsschirmen". Gleichzeitig werden die Ausgaben für Bildung in Frage gestellt. Welchen Stellenwert hat Bildung in Deutschland eigentlich noch? 

Die schwerste Wirtschaftskrise, die Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erreicht hat, macht erschreckend deutlich, welche Schwerpunkte regierende Politiker wirklich setzen. Vorbei die Sonntagsreden, Bildung sei die "Grundlage des Wohlstands". Schon die Wochenzeitung DIE ZEIT hatte neulich in einem sehr lesenswerten Kommentar einen nicht nachvollziehbaren Rückzug der CDU aus der Bildungspolitik konstatiert, der umso mehr verblüffe, da die konservative Bildungspolitik in den südlichen Bundesländern Deutschlands ein ausgewiesenes Erfolgsmodell gewesen sei, das sich sogar bei PISA habe sehen lassen können. 

Inzwischen hat sich die CDU jedoch aus fast allen Kultusministerien verdrängen lassen oder unterstützt sogar, wie in Hamburg schulpolitische Modelle, die sie vormals aus gutem Grund bekämpft hatte. Angesichts dramatisch leerer öffentlicher Kassen kommt jetzt ausgerechnet aus der CDU, und zwar insbesondere von Hessens Ministerpräsident Koch, die Forderung, die Bildungsausgaben von Bund und Ländern zu drosseln oder wenigstens auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Gleichzeitig werden hingegen seit 2009 in schwindelerregendem Ausmaß öffentliche Gelder zur Stützung notleidender Wirtschaftsbetriebe oder ganzer europäischer Staaten bereit gestellt, ohne dass der Erfolg derartiger Maßnahmen garantiert wäre.

Seit Jahren werden die Bildungsausgaben reduziert, verfallen Schulgebäude, werden Klassenstärken heraufgesetzt und Lehrerstellen abgebaut oder nicht neu besetzt. Stets wurde dabei auf die Kassenlage der öffentlichen Haushalte verwiesen, und zumeist haben Lehrer und Schulen diese Begründung ja auch eingesehen. Wenn jetzt aber öffentliche Gelder in so unvorstellbarem Maß bereitgestellt werden können, um bankrotte Regierungen in anderen Ländern zu unterstützen, ist diese Diskrepanz dem an den Schulen tätigen Personal, aber vermutlich auch den Schülern und ihren Eltern nicht länger vermittelbar. 

Dankenswert ist jedoch die schonungslose, ja schockierende Offenheit, mit der die CDU die Bildungspolitik anderen Politikfeldern zu opfern bereit ist und es aufgegeben hat, diesen Umstand weiterhin zu verschleiern. Da die anderen politischen Parteien jedoch nie wirklich konkurrenzfähige schulpolitische Modelle auf die Beine gestellt haben - kein links-regiertes Bundesland hat es in der PISA-Studie zu einem Spitzenplatz geschafft - muss man feststellen, dass die Bildung in Deutschland politisch heimatlos geworden ist. 

Wann kommt der "Rettungsschirm für Bildung"? 

 

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Die Renaissance des Buches

"Jazz is not dead, it just smells funny!" lautete einmal der ironische Kommentar des amerikanischen Musikers Frank Zappa zur Zukunft des Jazz. Übertragen auf das Buch schien es lange so, als drohe dem Flaggschiff des Weltkulturerbes ebenfalls  die baldige Bedeutungslosigkeit. Dies könnte sich schon bald ändern.

Es nicht nicht zu übersehen, dass die Bedeutung gedruckter Bücher zurückgeht. Daraus zu folgern, das Buch sei insgesamt existenzbedroht, ist jedoch nicht zwangsläufig zutreffend. Es handelt sich vermutlich eher um einen epochalen Übergang zu einer neuen Form des Buchlesens, für das geeignete Lesegeräte gerade erst im Entstehen sind. 

Was zuerst Musik- und Filmindustrie erlebten, machen nun deutlich zeitversetzt auch die Buch- und Zeitschriftenverlage durch: ihre Produkte werden zunehmend in digitaler Form angeboten, und das aufgrund bislang wenig überzeugender Vertiebskanäle häufig illegal und somit zum finanziellen Schaden der Rechteinhaber. Doch die Verlage scheinen willens, aus den Fehlern der Musik- und Filmindustrie lernen zu wollen und sind vielfach bereits am Start, wo neue digitale Verwendungsmöglichkeiten von Büchern auftauchen. 

Nach den klassischen E-Books, die es seit den 90er Jahren in verschiedenen Formaten und zumeist mit wenig Erfolg gegeben hat, experimentieren Buchhandel und Verlage in jüngster Zeit wieder mit multimedial angereicherten E-Book-Erzeugnissen. Amazons Kindle (als  Kindle App immerhin auch kostenlos erhältlich für iPod und iPhone) machte hier vielleicht den Anfang. Der vergleichsweise hohe Gerätepreis und die Fixierung auf den einzigen Verwendungszweck des Bücherlesens machte den Kindle Reader jedoch i.W. zu einer Neuauflage früherer erfolgloser E-Book-Anwendungen des vergangenen Jahrhunderts. Als Hardwarelösung darf der durchschlagende Erfolg des Kindle immerhin bezweifelt werden.

Mit iPhone und iPad scheinen nun wiederum neuartige Lesegeräte um die Gunst des lesehungrigen Publikums buhlen zu wollen. Neuartig an dieser Plattform ist vor allem die Vielseitigket und der digitale Mehrwert. Wenig zukunftsweisend sind hingegen Versuche, das "klassische" Buch als Ansammlung von Textseiten auf den Bildschirm zu bannen. Digitale Bücher müssen beweisen, dass sie neben dem Text auch noch mehr zu "bieten" haben, weswegen der Wechsel des Mediums vom gedruckten zum digitalen Buch zumindest plausibel erscheint. 

Da ist zunächst die Benutzeroberfläche, die durch multimediale Erweiterungen (Filmsequenzen, Audioelemente o.ä.) und pfiffige Besonderheiten (animierte Buchseiten, intelligente Menüführung) das digitale Lesen zu einem Erlebnis werden lassen könnte. Ebenfalls bestechen E-Book-Angebote heutzutage durch ihre globale Verfügbarkeit, so dass das Lesen nahezu jedes Buchtitels an praktisch jedem Ort möglich wird. 

Der deutsche digitale Büchermarkt ist gerade erst im Entstehen. Bemerkenswert ist etwa die Anwendung Textunes, die bereits zahlreiche deutsche und internationale Buchtitel online am iPod/iPhone vermarktet. Hier können Bücher nicht nur gekauft, sondern auch "probegelesen", d.h. teilweise gratis auf das iPhone geladen werden. Die nächste OS Version 4 des iPhone wird vermutlich auch das am iPad und im iTunes Store USA bereits vorhandene kostenlose Programm iBooks für größere Benutzerkreise öffnen. iBooks ist mit der "Musik-Vielzweckwaffe" iTunes vergleichbar und dürfte sich schon bald als die digitale Bücherei der Gegenwart etabliert haben. 

Ebenfalls am iPhone stehen darüber hinaus zahlreiche Nachschlagewerke digital mit eigenen sog. "Apps" (Kurzform für Applikationen) zur Verfügung: Besonders zu nennen sind hier etwa der Brockhaus mobil und der Brockhaus multimedial, die Britannica Concise Encyclopedia, oder auch die "Bibel" aller Ärzte und Hypochonder, der Pschyrembel. Doch auch das echte "Buch der Bücher" ist vertreten und kann entweder gratis oder - je nach Ausgabe und Programmumfang - für maximal 25 EUR geladen werden. 

Das Buch ist auch im digitalen Zeitalter nicht vom Aussterben bedroht, aber es muss sich den sich verändernden Lesegewohnheiten stellen und sich in diesen behaupten. Es steht außer Zweifel, dass hier auch auf die Schulen neue Herausforderungen für den Unterricht und die Entwicklung jugendlicher Lesekompetenz zukommen, von denen momentan noch niemand redet. 
 

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iPhone OS 4 vorgestellt

Im Zuge der allgemeinen Begeisterung um das iPad drohte Apples bislang größtes Erfolgsmodell, das iPhone, in den vergangenen Wochen beinahe in Vergessenheit zu geraten. Doch nun hat Apple auch hier nachgelegt und die nächste Betriebssystemgeneration, das iPhone OS 4 vorgestellt. Neben optischen Veränderungen stechen vor allem die neue Möglichkeit des Multitasking und die Anwendung iBooks hervor, die das Kaufen und Lesen von E-Books auch am "kleinen Bruder" des iPad erlauben soll. Das neue iPhone OS wird voraussichtlich im Sommer 2010 verfügbar sein. 

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Sprachen lernen am iPhone

Im Windschatten der großen Ereignisse wurde am Rande der CeBIT 2010 ein mobiles Sprachlernprogramm für zahlreiche europäische Sprachen vorgestellt: Mobilinga für iPhone. So wird Sprachenlernen zum Kinderspiel, und preiswert sind die Programme auch: für gerade einmal 1,59 EUR kann das Lernvergnügen beginnen. Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten des Herstellers. 

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10 Gebote für Lehrer

Dass der Alltag von Lehrerinnen und Lehrern kein "Zuckerschlecken" ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Um in unserem Beruf die Lebensfreude trotzdem nicht zu verlieren, sollten einige "goldene Regeln beachtet werden. Manche davon mögen einem Berufsanfänger wie blanker Zynismus vorkommen. 

Die Zehnzahl hat sich in unserem Kulturkreis ja bewährt. Daher im Folgenden 10 goldene Regeln (um nicht "Gebote" zu sagen) für ein einigermaßen zufriedenes Leben als Lehrer: 

  1. Die Schule ist nicht alles im Leben!
  2. Du sollst Dir keine Prioritäten setzen, die Deiner Gesundheit auf Dauer schaden. 
  3. Du musst den Feierabend heiligen und nicht Nächte lang Hefte korrigieren!
  4. Du sollst Kollegen, Eltern und Schüler mit Respekt behandeln, sollst vor ihnen aber keine unbegründete Angst haben.
  5. Du sollst nicht schlecht über andere reden, sondern das offene Gespräch suchen.
  6. Du bist mit Deiner Schule nicht verheiratet: wenn Du unzufrieden bist, such Dir eine andere
  7. Mach Dein Arbeit gut und mit Engagement, aber bleibe Du selbst! 
  8. Deine Zensuren müssen wohl bedacht und gerecht sein und nicht von sachfremden Erwägungen geleitet sein.
  9. Gönne Deinen Kollegen, wenn sie vielleicht fachlich besser, lustiger und beliebter sind. 
  10. Du darfst nicht in der Probezeit krank werden: halte durch, wenn Dir die Lebenszeitverbeamtung wichtig ist. 

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VERA 8: Schreiben für den Papierkorb

Wie in jedem Frühjahr seit 2007/2008 wurden auch in diesem März sog. Vergleichsarbeiten im Jahrgang 8 (VERA 8) geschrieben. Diese größte flächendeckende Lernstandserhebung, die je in Deutschland durchgeführt wurde, findet regelmäßig in ca. 8.000 Klassen der weiterführenden Schulen statt und erfasst die schulischen Leistungen von nahezu 200.000 Schülerinnen und Schülern. Was in Reaktion auf den "Pisa-Schock" sicherlich gut gemeint war, stellt sich immer öfter jedoch als ausgesprochen fragwürdige Verschwendung von schulischen und steuerlichen Ressourcen heraus. 

Im Rahmen von VERA 8 werden standardmäßig schulische Leistungen der Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und z.T. auch Französisch erfasst. Die umfangreichen, bis zu 40-seitigen Testbögen der Schülerinnen und Schüler werden digital am Vortag an die Schulen übermittelt und werden dann unter Inkaufnahme erheblicher Papier- und Kopierkosten (die von den Schulträgern auf kommunaler Ebene zu tragen sind), aber auch immenser Arbeitszeit an den Schulen für die Schüler vorbereitet. Am Tag der Prüfungen werden die Schülerinnen und Schüler zwei Schulstunden lang aus dem normalen Unterrichtsbetrieb herausgenommen. Die Ergebnisse dürfen ausdrücklich nicht als Klassenarbeiten gewertet werden, d.h. Aufwand und innerschulischer Nutzen stehen in keinem nennenswerten Verhältnis. 

Die Korrekturzeit der Testbögen dürfte mit knapp einem Nachmittag pro Klasse und Lehrkraft veranschlagt werden, Zeit die für andere Aufgaben an den Schulen fehlt. Sehr viel aufwendiger jedoch ist die elektronische Datenerfassung, bei der innerhalb einer vorgegebenen Frist jedes Schülerergebnis individuell - wenn auch anonymisiert - online zu melden ist. 

Zum Eklat kam es in diesem Frühjahr während der Durchführung von VERA Englisch, bei der im laufenden Prüfungsverfahren die Prüfungsteile "Writing" im Nachhinein (!) und ohne Angabe von Gründen annulliert und für die statistische Erhebung gestrichen wurden. Im Ergebnis wurden also 40 Minuten Bearbeitungszeit pro Schüler, d.h. also eine gigantische Gesamtbearbeitungszeit von 8 Millionen Minuten, 13.333,33 Stunden, 5555,55 Tagen oder 15,22 Jahren vergeudet. Diese Zahl drückt nur die Vergeudung der Bearbeitungszeit unserer Schülerinnen und Schüler aus. Nicht berücksichtigt sind hier der Kopier- und Bearbeitungsaufwand in den Schulsekretariaten, der sich ebenfalls schnell zu ähnlich horrenden Zahlen aufsummieren ließe. 

Auch inhaltlich ist Kritik angebracht: die zumeist als Multiple-Choice-Aufgaben konzipierten Fragen sind für Schüler von Gymnasien eine deutliche Unterforderung und in der Regel ohne Mühe zu absolvieren. Die hier gewonnenen Ergebnisse drücken dabei jedoch in keiner Weise tatsächliche Kompetenzen aus, da Zufallserfolge statistisch möglich sind. 

VERA 8 zeigt exemplarisch, dass "gut gemeinte" pädagogische Vorhaben nicht zwangsläufig "gut" sind. Leider steht VERA 8 in einer Reihe mit anderen unzureichend reflektierten, nicht oder nicht hinreichend praxistauglichen "Reformvorhaben", mit denen die ohnmächtige Kultusbürokratie und zahlreiche selbsternannte "Bildungsforscher" unser Land momentan überziehen. Es scheint jedes Maß für das Notwendige und Machbare verloren gegangen zu sein. Anstatt immer neuer, hastig formulierter "Reformvorhaben" sollten stattdessen die vorhandenen Möglichkeiten besser ausgeschöpft, Klassenstärken gesenkt und die Lehrerzahlen mindestens konstant gehalten, wenn nicht aufgestockt werden. Nur so sind wirkliche Lernstandsverbesserungen zu erreichen. 

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Schulfrieden oder Pyrrhus-Sieg in Hamburg?

Einstimmig haben die Abgeordneten aller Parteien in Hamburg die sog. Primarschule verabschiedet und sich damit geschlossen über den erheblichen Unmut in der Hamburger Bevölkerung hinweg gesetzt. Ob der als "Schulfrieden" gefeierte All-Parteien-Beschluss Bestand haben wird, ist jedoch mehr als fraglich. Dem angekündigten Volksentscheid wird zugetraut, eine ausreichende Anzahl an Proteststimmen zu mobilisieren und das Reformwerk zu Fall zu bringen. 

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Studie: Lehrer gehören zu den Einkommensverlierern

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, gehören Lehrer in Deutschland zu den großen Gehaltsverlierern: in den letzten 20 Jahren waren die Löhne und Gehälter zahlreicher, vor allem sozialer Berufe stark rückläufig, und das betraf besonders Ärzte, Sozialpädagogen, Physiotherapeuten und Lehrer. Inflationsbereinigt verdienen Lehrer demnach offenbar 21% weniger als 1990, Ärzte mussten auf bis zu 50% ihrer Einkünfte verzichten.

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Das Ende des PC-Zeitalters?

 
An der Präsentation des neuen iPad von Apple scheiden sich die Geister. Während die Bedenkenträger diverse Features vermissen, loben andere den paradigmatischen, epochalen Charakter der Produktvorstellung. Klar ist, dass das iPad eine Abkehr von den bisherigen Nutzungsgewohnheiten des Mainstreams bedeutet. 

Der Wissenschaftspublizist Nicholas Carr sieht das iPad in einem Artikel der FAZ als Signal einer radikalen Abkehr von den seit Jahrzehnten gepflegten Standards der PC-Welt. Der iPad markiere einen Paradigmenwechsel weg von sperrigen Geräte-Dinosauriern hin zu wahrhaft mobilen Medien-Alleskönnern. Zwar sei das Tablet keine Erfindung Apples, in der Bündelung von Merkmalen, die sonst nur separat erhältlich gewesen seien, stelle das iPad aber eben doch eine Innovation dar und artikuliere eine neue Stufe des Umgangs mit digitalen Endgeräten. Erst das iPad sei in der Lage, die lange verpönten Tablets zum Massenphänomen zu machen. 

FAZ-Mitherausgeber und Kritiker des digitalen Zeitalters [[Frank Schirrmacher]] sieht das iPad demgegenüber fast als Rückwärtsbewegung zu eher geschlossenen, weniger versatilen, aber dafür umso fokussierteren Multimediageräten. Der vom digitalen Zeitalter "erschöpfte" Endverbraucher sehne sich nach geschlossenen, multitasking-untauglichen Geräten mit nur wenigen Einstellungs- und Feinjustierungsmöglichkeiten, um sich auf die Notwendigkeiten der Zeit (Mail, Internet, Kommunikation, Medien) zu konzentrieren. Das neue "Credo" dieser Nutzerbewegung laute: "Multitasking ist Körperverletzung!" 

Die Kritik am iPad, die vor allem die fehlenden Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten und das fehlende Multitasking in den Vordergrund stellt, klingt im Vergleich dazu fast schon wie der Schlachtlärm eines Rückzugsgefechts versprengter PC-Anhänger, die die Zeichen der Zeit nicht verstehen und all zu sehr am Liebgewonnenen festhalten wollen. 

 

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Die Rückkehr der Schiefertafel

Die Apple-Keynote 2010 in San Francisco hat alle in sie gesetzten Erwartungen erfüllt und übertroffen: herausgekommen ist das neue iPad, eine Art übergroßes iPhone zum Preis von 499$. 
 
Nach einem kurzen "Update" zum Erfolg Apples, sichtbar in 250 Millionen verkauften iPods, 50 Millionen vierteljährlichen Kunden in den Apple Stores und den 3 Milliarden verkauften Apps im iTunes Store, kam Steve Jobs auf das eigentliche Thema zu sprechen. Ein Bild mit Moses und den 10 Geboten stimmte die Zuschauer bereits bildlich auf darauf ein, dass hier nicht weniger als eine "Offenbarung" bevorstand. Der Untertitel zum Bild machte denn auch klar, worum es ging: "The last time there was this much excitement about a tablet, it had some commandments written on it."
 
Apple tablet
 

Steve Jobs stellte die Geschichte Apple als eine Geschichte mobiler Endgeräte dar, die vom allerersten Notebook überhaupt, dem PowerBook über den iPod, das iPhone zum... iPad führt. Dabei stellte Jobs klar, dass eine neue Gerätekategorie wie das iPad nur dann eine Daseinsberechtigung habe, wenn es in manchen oder gar allen Bereichen besser sei als Notebooks oder Smartphones. Die bislang von anderen Firmen vorgestellten Netbooks seien genau das nicht; sie seien einfach nur billigere Notebooks ohne jeden tatsächlichen Gebrauchsmehrwert. 

Das iPad ist ein tragbarer Computer, der laut Apple neben dem Internet, der E-Mail, dem Videoplayback und der Musik nun auch den Genuss von Büchern und Zeitschriften in annehmbarer Weise gestatte. Dass sich hier nicht nur für den Freizeitbereich, sondern vor allem auch für Schule und Universität riesige Möglichkeiten auftun, dürfte den meisten Beobachtern schnell klar werden. So werden wir gespannt auf den Moment der Produktvorstellung in Deutschland warten, der momentan für Juni 2010 angekündigt ist. 
 
 

Steve Jobs und das IPad

Auch wenn zur Stunde vermutlich kaum jemand realistisch abschätzen kann, was diese Produktvorstellung wirklich bedeutet, kann man schon jetzt Steve Jobs nur zustimmen: "Ain't that cool?" Eine "digitale Schiefertafel", die den Genuss von Büchern und Zeitschriften haptisch nachbildet und dabei die Vorzüge digitaler Medien machtvoll in die Waagschale wirft! Ein Gerät, das Netbooks, Amazons Kindle und MP3-Player kombiniert und zu einem sensationellen Preis auf den Markt bringt. Das ist der Stoff, aus dem Träume sind! 

Auch wenn verbindliche Preise und Liefertermine für Deutschland noch nicht bekannt geworden sind, bieten T-Mobile und Amazon bereits eineVorbestellung des iPads an, bei der die Dollar-Preise leider 1:1 in Euro umgetauscht wurden. Ob es sich dabei tatsächlich um die deutschen Verkaufspreise handelt, bleibt abzuwarten. 

Weitere Einzelheiten zum iPad finden sich unter Apple.de!

 

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Hambuger Schulreform vor dem Aus?

Vorzeigeprojekt oder Totgeburt? Die schwarz-grüne Schulreform im Bundesland Hamburg steht nach einem erfolgreichen Volksbegehren auf der Kippe, und die Ratlosigkeit steht den Akteuren ins Gesicht geschrieben. 

Es hätte alles so schön werden sollen: CDU und Grüne einigten sich in ihrem Koalitionsvertrag auf eine Schulreform, die den Gedanken einer längeren gemeinsamen Schulzeit genauso wie den Leistungsgedanken und die Stärkung der Gymnasien beinhalten sollte; gewissermaßen das "beste aus beiden (schulpolitischen) Welten": Die Grundschulen wären als um zwei Jahre verlängerte Primarschulen Flagschiff eines integrativen Schulwesens geworden, die Abschaffung des Elternwillens bei der Schullaufbahnwahl hätte verhindert, dass die Gymnasien wie bisher von gymnasialungeeigneten Schülern "überflutet" werden. 

Nun könnte alles anders kommen. Die Initiative "Wir wollen lernen" hatte mit einer großen Kampagne für einen Volksentscheid gegen die Primarschule geworben. Für einen Volksentscheid wären lediglich rund 60.000 Stimmen erforderlich gewesen, aber seine Durchführung ist jetzt mit 180.000 Stimmen mehr als deutlich erzwungen worden. Pikanterweise hatten die Grünen in Hamburg gerade erst durchgesetzt, dass plebiszitäre Instrumente der Meinungsäußerung gestärkt und dass Volksentscheide für den Senat bindend werden. Nun könnten die Grünen Opfer ihrer eigenen Politik werden und ausgerechnet über einen Volksentscheid dazu veranlasst werden, Korrekturen an ihrer im Volk ungeliebten Schulpolitik vorzunehmen. 

Eigenartigerweise ist der Auslöser des Unmuts vor allem die Abschaffung des Elternwillens, obwohl dieser auch in anderen Bundesländern keineswegs selbstverständlich zugrunde gelegt wird. Speziell in Norddeutschland wäre Hamburg jedoch das erste Land, das den Lehrern die alleinige Aufgabe zumisst, die Schullaufbahn der Schüler nach Ende der Grundschule zu bestimmen. In Süd-, West- und Ostdeutschland ist der Elternwille hingegen bereits oder immer schon nicht maßgeblich, wie eine aktuelle Spiegelgrafik veranschaulicht. 

 

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