| Das Ende des PC-Zeitalters? |
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| Montag, den 01. Februar 2010 um 17:22 Uhr |
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An der Präsentation des neuen iPad von Apple scheiden sich die Geister. Während die Bedenkenträger diverse Features vermissen, loben andere den paradigmatischen, epochalen Charakter der Produktvorstellung. Klar ist, dass das iPad eine Abkehr von den bisherigen Nutzungsgewohnheiten des Mainstreams bedeutet.
Der Wissenschaftspublizist Nicholas Carr sieht das iPad in einem Artikel der FAZ als Signal einer radikalen Abkehr von den seit Jahrzehnten gepflegten Standards der PC-Welt. Der iPad markiere einen Paradigmenwechsel weg von sperrigen Geräte-Dinosauriern hin zu wahrhaft mobilen Medien-Alleskönnern. Zwar sei das Tablet keine Erfindung Apples, in der Bündelung von Merkmalen, die sonst nur separat erhältlich gewesen seien, stelle das iPad aber eben doch eine Innovation dar und artikuliere eine neue Stufe des Umgangs mit digitalen Endgeräten. Erst das iPad sei in der Lage, die lange verpönten Tablets zum Massenphänomen zu machen. FAZ-Mitherausgeber und Kritiker des digitalen Zeitalters Frank Schirrmacher sieht das iPad demgegenüber fast als Rückwärtsbewegung zu eher geschlossenen, weniger versatilen, aber dafür umso fokussierteren Multimediageräten. Der vom digitalen Zeitalter "erschöpfte" Endverbraucher sehne sich nach geschlossenen, multitasking-untauglichen Geräten mit nur wenigen Einstellungs- und Feinjustierungsmöglichkeiten, um sich auf die Notwendigkeiten der Zeit (Mail, Internet, Kommunikation, Medien) zu konzentrieren. Das neue "Credo" dieser Nutzerbewegung laute: "Multitasking ist Körperverletzung!" Die Kritik am iPad, die vor allem die fehlenden Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten und das fehlende Multitasking in den Vordergrund stellt, klingt im Vergleich dazu fast schon wie der Schlachtlärm eines Rückzugsgefechts versprengter PC-Anhänger, die die Zeichen der Zeit nicht verstehen und all zu sehr am Liebgewonnenen festhalten wollen. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Februar 2010 um 11:25 Uhr |